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So war es bei The Streets

Endlich wieder Musik von „den Straßen“

2002 erschien Mike Skinner mit seinem Projekt The Streets und dem Debütalbum Original Pirate Material auf der Bildfläche – 2011 verschwand er von dieser, laut eigener Angaben aus Mangel an Inspiration für weitere Alben. Das Geheule unter seinen Anhängern war groß, doch noch größer war dann die Freude, als verkündet wurde, der englische Musiker greife wieder zum Mic und kehre mit The Streets ab Februar 2019 auch nach Deutschland zurück.
Gesagt, getan. 19.02.2019, 21 Uhr auf den Punkt genau: alt bekannte Streicherklänge ertönen und läuten Turn The Page ein, den Song Nummer 1 des ersten Albums. Überraschend? Nein! Trotzdem toll? Und wie! „Man in black“ betritt die Bühne und eine 1300 Menschen umfassende Fanbase jubelt ihm zu – Menschenskind, sechs Jahre hat man auf dieses Comeback gehofft.  
Keyboard, Bass, Gitarre, Drums. Es ist auch die Live-Band mit ihren Musikern, die Skinner nicht nur von Anfang an begleitet, sondern seine Kunst zu der macht, die sie ist. Und es ist Mike höchstpersönlich, der mit seinem Rap, seiner Art und diesem fantastischen British Accent bei den Menschen hörbar gut ankommt. Er kommuniziert viel mit dem Publikum, verteilt Sprüche und Bier, geht auf Tuchfühlung, diffamiert Grabscher – nice, dude! Sein Appel an die Frauen, künftig mehr Latzhosen auf Konzerten zu tragen und sich beim Crowdsurfen tragen zu lassen, zeigt direkt Wirkung und kurzerhand werden drei Damen der Schöpfung (wie es sich gehört) auf Händen durch die Live Music Hall getragen.
Nach einer Stunde voller Liedern wie Going Through Hell, Could Well Be In oder Never Went To Church gehen The Streets und das Kölner Publikum wieder getrennte Wege, doch diesmal mit der Hoffnung auf ein schnelleres Wiedersehen.