konzerte musik

So war es bei Faber

Faber – er sprach, er sang, er siegte.
Diesmal im ausverkauften Zakk in Düsseldorf.

Fabers Musik ist nichts für zarte Gemüter und erst recht nichts für endlose Romantiker, die sich sehnlichst nach einem musikalischen Blumenstrauß aus Kitsch und Schnulzen sehnen. Denn Faber, mit bürgerlichem Namen Julian Pollina, nimmt Worte wie „ficken“, „Nutte“ und „blasen“ in den Mund – wobei letzteres nur konsequent erscheint, wenn man mal ehrlich ist.

Düsseldorf, Anfang März. Es ist beinahe still, als der schniecke Faber, im weißen Hemd und dunkler Stoffhose gekleidet, die Bühne betritt und dem lauschenden Publikum solo das erste Lied schenkt. Nur er, seine Gitarre, Licht auf seinem Gesicht und unter ihm unzählige Augen-, Ohren- und Liebespaare. Fast schon zu still, zu romantisch, zu untypisch für ein Konzert des Zürchers Songwriters. Doch alles kommt, wie es kommen soll: Nach einer ruhigen Ouvertüre zwecks dramaturgischen Aufbaus folgen die restlichen Jungs und dann Momente reich an Pathos, Enthusiasmus, Liebe und reichlich Schweiß.
Tillmann, der Schlagzeuger, entledigt sich seiner Schuhe, nippt am Bierchen, zieht zwei Mal an der Fluppe und bläst in die Posaune, während die Füße die Trommel bespielen – „Klar, was ist denn schon dabei?!“ scheint dabei auf seinen Lippen zu liegen. Großartiger Kerl!
Es ist ein Fest, den Männern dort dabei zuzusehen, wie sie voller Leidschaft musizieren, die Bühne einnehmen, Arme umeinander legen, Liebe sich und dem Publikum schenken. Julian und Bande erfüllen die Bandbreite an Erwartungen … wie immer. Posaune, Schlagzeug, Klavier und Gitarren füllen brachial den Raum, die Funken sprühen und werden von der Stimme eines Mannes getragen, der jedes Lied in voller Hingabe lebt, liebt, präsentiert („singt“ wäre hier wirklich nicht passend).

Faber ist so herrlich ehrlich, seine Konzerte ein Feuerwerk an Emotionen auf, vor, neben und sicherlich auch hinter der Bühne. Ich „sag(e), dass es so ist, denn genau so soll es sein“ und genau so war es auch Anfang März in Düsseldorf, als die Tour ihr ehrwürdiges Ende fand.
Doch zum Glück gehen sie noch ein letztes Mal mit ihrem Album „Sei ein Faber im Wind“ auf Tour:

26.09. Stuttart
27.09. Ingolstadt
28.09. Leipzig
29.09. Rostock
02.10. Wolfsburg
03.10. Bremen
05.10. Köln
06.10. Frankfurt
09.10. Berlin
10.10. Erfurt
11.10. Würzburg
12.10. Mannheim
13.10. Zürich